Hermann Bahlsen bringt den Leibniz Cakes auf den Markt. Da es allgemein üblich ist, Nahrungsmittel nach bekannten Persönlichkeiten zu benennen, gibt er seinem Butterkeks den Namen des bekannten Einwohners Hannovers: Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716).
Die „Cakes“- Idee hatte Hermann Bahlsen aus England mitgebracht, für Deutschland erkannte er die Marktlücke. Zielsetzung der Rezepturentwicklung ein hochwertiger, schmackhafter, haltbarer und „preiswerter“ „Cakes“. Damals ahnte er nicht, dass sich dieser Keks zu einem der bekanntesten Markenartikel Deutschlands entwickeln würde.
Plakat aus dem Jahr 1891.
Die Firma zählt 100 Mitarbeiter. Bei der Weltausstellung in Chicago erhält Bahlsen für den „Leibniz Cakes“ die Goldmedaille. Die offizielle Begründung der Jury: „Leibniz Cakes wird in ähnlicher Form von der Konkurrenz unter anderem Namen nachgemacht; der feine Buttergeschmack ist indes nur diesem Fabrikate eigen.“
Parallel mit revolutionären Neuerungen in der Produktion beschritt das aufstrebende Unternehmen Neuland in Werbung und Präsentation. Seit 1898 konnten die Berliner am Potsdamer Platz die erste Leuchtreklame für Leibniz-Kekse und die zweite Leuchtreklame in Deutschland überhaupt bewundern. Eisenbahnreklame und allerorten TET-Verkäufer in Uniform prägten das Bild dieser Jahre und Slogans wie: "Was isst die Menschheit unterwegs? Na, selbstverständlich Leibniz-Cakes!"
Plakat aus dem Jahr 1898.
Plakat aus dem Jahr 1900.
Plakat aus dem Jahr 1900.
Plakat aus dem Jahr 1900.
Die staub- und feuchtigkeitsfeste TET-Packung kommt auf den Markt. Das TET-Zeichen mit dem Oval, der Schlange, dem Halbkreis und den drei Punkten wird eigentlich „dschet“ ausgesprochen, aber zu „TET“ vereinfacht. Es ist von einer altägyptischen Hieroglyphe abgeleitet und bedeutet „ewigdauernd“. Die TET-Packung ist als erste Kartonverpackung in der Lage, den Keks dauerhaft frisch zu halten.
Besondere Anstrengungen unternahm Hermann Bahlsen, um in der Produktion der Backwaren „immer eine Pferdelänge voraus“ zu sein. 1905 begann die Produktion des Leibniz-Kekses auf der ersten Fließbandförderanlage der europäischen Industrie und acht Jahre bevor Henry Ford sie in der Automobilbranche einführte. Mehr als zwölf Millionen TET-Packungen verließen im Jahre 1912 die Fabrik. Zur Bewältigung solcher Mengen waren schon frühzeitig modernste Fertigungsmethoden unerlässlich.
Anzeige aus dem Jahr 1905.
Aus England kamen im 19. Jahrhundert die industriell gefertigten süßen Plätzchen, und von dort brachten sie ihre Namen mit. Je mehr sich aber das Produkt in Deutschland ausbreitete, desto unglücklicher wurden die englischen Bezeichnungen empfunden. So nahm Hermann Bahlsen 1911 die Eindeutschung vor: aus Cakes wurde Keks. Wenige Jahre später griff der Duden die neue Form auf: der oder das Keks hieß es zunächst. Der Plural lautete „die Keks“.
Plakat aus dem Jahr 1911.
Bedingt durch die Kriegsgeschehnisse und die Rationierung von Rohstoffen konnte die Produktion des Leibniz-Keks nach Originalrezept erst wieder 1919 starten. Wirtschaftskrise und galoppierende Inflation drohten auch Hermann Bahlsens Keksfabrik in den Abgrund zu reißen.
Eine Packung Leibniz-Keks kostete um 1923 sage und schreibe 400 Milliarden Mark! Doch der Krise folgten einige Jahre der Konsolidierung.
1936 kletterte die Produktion von Leibniz-Keks bereits wieder auf 100.000 Kekse täglich.
Wegen Reduktion der Butterzuteilung wird ab 1. September die Herstellung von Leibniz-Keks eingestellt. Ersatzweise wird mit dem Artikel „Union“ ein hochwertiger Hartkeks in gleicher Größe wie Leibniz-Keks geliefert.
Nach Krieg und Zusammenbruch galt es wieder einmal, von vorn anzufangen. Drei Jahre dauerte es diesmal bis der nach dem Originalrezept hergestellte Leibniz-Keks wieder zu haben war. Fortan ging es steil bergauf.
Leibniz-Keks wird wieder nach altem Original- Rezept in der bekannten Vorkriegsqualität hergestellt.
1956 präsentierte sich der Leibniz-Keks in der neuen thermoplastischen Steifpackung, die ein Jahr zuvor auf der Lebensmittelmesse „Anuga“ in einer eindrucksvollen Vorstellung bekannt gemacht wurde. Unter einer Fontäne in einem Wasserbecken schwimmend bleiben die Leibniz-Kekse in der neuen Verpackung gleichsam „ofenfrisch“.
Leibniz Butterkeks kommt zum ersten Mal in seiner unverwechselbaren gelben Verpackung auf den Markt.
Das 1966 unter der Marke Bahlsen eingeführte Produkt Zoo wird ab diesem Jahr unter der Marke Leibniz als Leibniz Zoo verkauft.
Speziell für den knackfrischen Knabberspaß gibt es die Leibniz Minis - pur als Butterkeks oder mit Schokolade
Der Leibniz Milch & Honig ist ein locker gebackener Keks mit viel Gutem aus der Milch und einem großen Tropfen Honig.
Mit der Produkteinführung des Leibniz Landkekses wird die Marke Leibniz den Bedürfnissen der Verbraucher nach bewusster Ernährung und gleichzeitigem Geschmackserlebnis weiterhin gerecht.
Leibniz führt den „Keks des Jahres“ ein, mit jährlich wechselnden Geschmackssorten. In diesem Jahr: Latte Macchiato.
Leibniz Erdnuss Spaß, das sind knackige Leibniz-Kekse mit karamellisierten Erdnüssen. Sie bieten angenehm süßen Knabberspaß und den vollen Geschmack kerniger Erdnüsse.
Dank der der praktischen Griffkante ist Schluss mit Schokofingern.